Ideologiefreiheit

Religionsfreiheit © Matthias Mala

Das Wort Ideologiefreiheit kennt kaum einer, doch als Religionsfreiheit ist es heute allüberall im Munde jener, die sich die Freiheit herausnehmen im Auftrag ihrer Religion andere zu kujonieren. Es ist aber auch im Munde derer, die meinen, andere in ihrer Entfaltung einzuschränken, sobald sie sie daran hindern, ihre Mitwelt, die ihr Bekenntnis nicht teilt, zu schikanieren. Anscheinend ist Ideologie und insbesondere Religionsfreiheit eine komplizierte Angelegenheit.

Dabei ist es relativ einfach mit der Religionsfreiheit. Vom Standpunkt einer Religion aus gesehen, ist kein Gläubiger frei, sondern an seinen Gott, an den er glaubt oder zweifelt, gebunden. Seine Religion zu verlassen ist eine Todsünde. Gut, die Katholiken begnügen sich inzwischen mit dieser Feststellung und exkommunizieren den Abtrünnigen nicht einmal mehr. Die Protestanten laden den Flüchtigen womöglich noch zum Mandala ausmalen ein. Arg ist es hingegen bei den Muslimen, hier kann es dem Apostaten tatsächlich an den Kragen gehen, denn die nehmen es mit der Todsünde noch wörtlich. Entsprechend eifrig sind sie auch bei der Verfolgung ihrer Freiheit, ihre Religion ausüben zu dürfen. Weiterlesen

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