Ideologiefreiheit

Religionsfreiheit © Matthias Mala

Das Wort Ideologiefreiheit kennt kaum einer, doch als Religionsfreiheit ist es heute allüberall im Munde jener, die sich die Freiheit herausnehmen im Auftrag ihrer Religion andere zu kujonieren. Es ist aber auch im Munde derer, die meinen, andere in ihrer Entfaltung einzuschränken, sobald sie sie daran hindern, ihre Mitwelt, die ihr Bekenntnis nicht teilt, zu schikanieren. Anscheinend ist Ideologie und insbesondere Religionsfreiheit eine komplizierte Angelegenheit.

Dabei ist es relativ einfach mit der Religionsfreiheit. Vom Standpunkt einer Religion aus gesehen, ist kein Gläubiger frei, sondern an seinen Gott, an den er glaubt oder zweifelt, gebunden. Seine Religion zu verlassen ist eine Todsünde. Gut, die Katholiken begnügen sich inzwischen mit dieser Feststellung und exkommunizieren den Abtrünnigen nicht einmal mehr. Die Protestanten laden den Flüchtigen womöglich noch zum Mandala ausmalen ein. Arg ist es hingegen bei den Muslimen, hier kann es dem Apostaten tatsächlich an den Kragen gehen, denn die nehmen es mit der Todsünde noch wörtlich. Entsprechend eifrig sind sie auch bei der Verfolgung ihrer Freiheit, ihre Religion ausüben zu dürfen. Weiterlesen

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Kindermönche, die Schande der Mönche

Schande der Mönche © Matthias Mala

Schande der Mönche © Matthias Mala

Mal angenommen …

Stellen Sie sich vor … Nein, versuchen Sie, es sich vorzustellen, denn ein gesunder Mensch kann es sich nicht vorstellen: Tausende von Mädchen werden von ihrem fünften Lebensjahr an in Klöstern von Nonnen erzogen. Sie sehen ihre Familie so gut wie nicht mehr. Sie müssen beten und arbeiten und unterliegen einem strengen Regiment. Darüberhinaus werden sie von den Nonnen sexuell missbraucht. Und niemanden stört das. Ja, die meisten Menschen finden diese Erziehung sogar vorbildlich und bewundern die Frömmigkeit der Mädchen und schwärmen von ihrer Heiterkeit, weil es ihnen in den Klöstern so sichtbar gut geht.

Und wenn Ihnen jemand sagt, so etwas geschieht tatsächlich, dann würden Sie es nicht glauben wollen und denken, der Berichterstatter sei ein boshafter Lügner. Aber ich versichere Ihnen, es geschieht dennoch, tagtäglich auf der Welt. Nur nicht mit Mädchen, sondern mit Jungen. Sie werden in buddhistischen Klöstern kaserniert, zum Betteln geschickt, sie müssen arbeiten und beten, und sie werden von erwachsenen Mönchen sexuell missbraucht. Ihre Seele wird zertrümmert und sie sind für den Rest ihres Lebens schwer traumatisiert. Und es interessiert so gut wie niemanden auf der Welt. Dafür werden nette Geschichten von der Fröhlichkeit und Frömmigkeit der Kindermönche gesponnen.

Des Menschen Recht gilt nicht dem Kind

Kaum jemand fragt sich, ob ein Dasein als Kindermönch nicht gegen die Menschenrechte eines Kindes verstößt. Dabei ist es ein schwerer Verstoß gegen die Kinderrechtskonvention der UN und nicht minder verachtenswert, als wenn man Jungen als Kindersoldaten rekrutiert. Und kein Tourist käme je auf die Idee, in ein Land zu reisen, um dort Kindersoldaten für sein Fotoalbum daheim zu fotografieren, weil sie so niedlich in ihren Uniformen und mit ihren geschulterten Gewehren aussehen. Doch in Ostasien ist der Besuch buddhistischer Klöster mit Fotoshooting von Kindermönchen fest im Programm der Reiseveranstalter.

Gutmenschliche Schmerzlosigkeit

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