Am verdorbenen Magen wächst der Gourmet

Schräge Welt© Matthias Mala

Esoterik ist eine schräge Welt. Bei meiner Nachdenklichkeit über das Gehabe und die Gemeinsamkeit der Beteiligten in esoterischen Zirkeln stieß ich über den gesamten Irrwitz hinweg letztlich in Sphären, die tatsächlich Transzendenz und somit mystisches Erleben zuließen. Es war gewissermaßen der Weg der Verneinung, den mir diese Einsichten vermittelten. Es ist auch der Weg, den ich Ihnen mit diesem Buch weisen möchte. Nicht das, was sein könnte, was sein sollte, ist von Bedeutung, sondern das, was ist. Die Wirklichkeit des Falschen als falsch zu erkennen, ist der Schritt, der Sie in die Unwirklichkeit des Richtigen führt. Dies ist nicht nur ein Wortspiel, sondern die Realität jeder Wahrheit; nämlich die, dass Wahrheit absolut und somit zu unseren alltäglichen Dimensionen ohne Bezug ist, weil das Zeitlose nicht im Zeitlichen enthalten sein kann. Demzufolge möchte ich Sie zu einer kleinen Kontemplation über den alltäglichen esoterischen Wahn einladen, bei der Ihnen womöglich ein ähnliches Licht aufgeht, wie mir einst mit dem Kupferdrahtbieger. Jedenfalls sah ich in dem, was jener war, was er wollte und was er bewirkte ‑ ich meine seinen spirituellen Anspruch ‑ eine solch verheerende Divergenz zum Tatsächlichen, dass ich neben dem magischen Raum auch die Dimension des Mitleids erahnte, die als Konsequenz meiner Betrachtung aufschien.

Es war die Hybris des Drahtbiegers, mit der er jegliche physikalische Gesetzmäßigkeit ignorierte[1], die mich abstieß. Ebenso widerstrebte mir seine bornierte Besessenheit, mit der er seine Spiritualität behauptete und jedem Zweifelnden dessen seelische Entwicklung abstritt. Gleichzeitig war es gerade diese dunkle Ignoranz, die mich festhielt und nicht schulterzuckend von dannen ziehen ließ. Vielleicht war es auch jugendlicher Weltverbesserungsdrang, der mich anfangs reizte, dieses verdunkelte Hirn, diese in ihren Vorurteilen verstellte Seele zu kurieren und zu erhellen. Gleichzeitig erkannte ich in dem Bestreben, mich mit ihm zu streiten, dass ich ihm damit nur ähnlicher würde und entdeckte das Prinzip der Selbsterhellung in Gegenwart der Dunkelheit: nämlich die Demut, zuzulassen, die Dummheit der anderen in sich selbst zu bemerken. Sage hier niemand: Nein, mir kann das nicht geschehen, so tief werde ich nie sinken! Schade, mag ich da nur erwidern, wenn der eigene Tiefgang zur wahren Spiritualität noch nicht genügte; denn der schlimmste Zustand ist wohl der, in unreflektierter Dekadenz im Mittelmaß zu verharren. Jedenfalls hatte ich im Gleiten über dem Anstößigen nicht den Ausgang des Hochmutes gewählt, jenes Abgleiten in eine stoßfreie Sphäre selbstgewisser Selbstzufriedenheit, sondern zog die Turbulenzen vor, um über Selbsterschütterung zur Selbstklärung und Selbsterkenntnis zu gelangen.

Ähnlich verhielt ich mich in vielen Lebensbereichen, indem ich die fehlende Schönheit im Schlechten erkannte. Die Abwesenheit des Schönen machte mir die Schönheit in einer transzendenten Weise sichtbar. Das Schöne, obwohl nicht anwesend, erhielt Gestalt durch die Verneinung des Schlechten. Das Schöne war nicht das, was ist und auch nicht das, was nicht ist. Es war ebensowenig ein Das-was-sein-Sollte. Die Schönheit war der Glanz ihrer Abwesenheit. Der Zauber eines Raumes, der der gegenwärtigen Schlechtigkeit entgegenstand, ohne ihr Gegensatz zu sein. Er war ihr gegenüber vielmehr jenseitig und somit nicht von ihrer Welt. Es war gleichzeitig die Entdeckung einer höheren Dimension und ein Hauch von Spiritualität. Dieserart kleine Erhellungen waren und sind für mich im übrigen der einzige schematische Weg, über den man sich dem Spirituellen nähern kann. Indem ich mich mit dem Ungenügenden befasse, entdecke ich das Vollendete, allein indem ich merke: Das, was ich erkenne, ist es nicht. Das, was unerkannt ist, ist es.

 

Dieser Text ist ein Auszug aus meinem Buch „Irrwege zur Spiritualität – Den Traum der Erleuchtung lösen“; Kapitel „Transzendentale Schwadronage“.

[1] Sämtliche parawissenschaftliche Strahlungsabweiser und Neutralisatoren würden ihren Erfindern den Physiknobelpreis einbringen, könnten sie die Funktion ihrer Geräte mit naturwissenschaftlichen Kriterien beweisen.

Rollentausch

Rollentausch @ Matthias Mala

Oh ja, ihm geht’s gut. Nein, der ganze Wahnsinn interessiere ihn nicht. Er habe ordentlich zu tun … Wieder mal ein Mann, der sich über seine Arbeit definiert, obgleich er gar keine mehr hat. Ja, es gibt ebenso jene Frauen, die sich regelmäßig mit ihren Freundinnen im Caféhaus treffen und dort trällern, wie prima es bei ihnen daheim läuft, obgleich ihre Familien auseinanderfallen und sie nur noch mit pharmazeutischer Seelenschminke über die Runden kommen.

Oh ja, die Welt ist eine Bühne und viele von uns spielen ihre Rolle bis ins Grab. Wobei ein jeder Mensch seine eigene kleine Theatergruppe ist, die durchs Leben tingelt. An jeder Ecke, auf jedem Stuhl ist er eine Variante seiner selbst; nur wo ist er echt? Wer weiß es? Ich denke, die wenigsten wissen es. Ja, die meisten haben noch nie darüber nachgedacht, dass sie Selbstdarsteller sind, ohne zu wissen, wer dieses Selbst ist. Gerade deswegen wirken sie auch für sich selbst und somit erst recht nach außen authentisch.

Andere wieder sind in religiöse oder esoterische Zusammenhänge eingebunden, in denen es das höchste Ziel ist, keine Rolle mehr zu spielen, sondern eine entpersonalisierte Person, eine vom Ego entkernte Seele zu sein. Was immer das auch sein soll, sie nennen es Erleuchtung, Samadhi, Moksha, Satori, Kenshō oder Bodhi. Eine Menge Bezeichnungen für einen Zustand, in dem man selbst für sich selbst keine Rolle mehr spielt … oder besser gesagt spielen sollte. Denn eigentlich ist Erleuchtung nur die Krönung des Narzissmus. Die erleuchtete Person hat sich derart zentriert, dass sie zum Nabel Gottes geworden ist. – Ein recht infantiler Zustand …

Gesünder ist es, hin und wieder die Rollen zu wechseln. So kann man sich aus verschiedenen Perspektiven erleben und bei guter Reflexion die Selbstdarstellung derart optimieren, dass man zum Prätendenten für jedermann wird. Ja, man wird zum Star im Quartier, im Dorf, der Stadt, im Land oder gar weltweit. Nur legt man damit seine Rolle nicht mehr selbst fest, sondern bekommt sie von seinem Publikum zugewiesen. Will man sie wechseln, hat man die Wahl zwischen Pension, Verbannung oder Häme. Man kann sich dann – einmal geprägt – niemals mehr enteilen.

Bemerkenswert an diesem Spiel ist, egal wie wir es spielen, wir leben meistens die Figur, die andere in uns sehen. Es ist offensichtlich problemloser, dem Bild der anderen als dem eigenen zu entsprechen; weswegen wir fast wie selbstverständlich so leben, wie wir meinen, dass die anderen uns sehen. Nur manchmal ereilt uns die Enttäuschung, sobald diese Blase platzt und wir erkennen müssen, dass man uns ganz anders erlebte, als wir meinten, dass es geschähe. Was lernen wir daraus? Für gewöhnlich nur, dass wir die erwünschte Rolle proben und präsentieren; andernfalls müssten wir uns von uns selbst ein wahres Bild machen. Doch da das nicht geht, denn dann müsste etwas konkretes in uns selbst wirken … Wäre etwas konkret, wäre es unveränderlich; wäre es unveränderlich, wäre es inexistent, denn die Eigenschaft jeder Existenz ist ihre Veränderung.

Oh ja, wir müssten Gott sein, könnten wir die ultimative Rolle unserer Selbst spielen. Da diese Rolle aber göttlicherseits für niemanden vorgesehen ist, bleibt uns nur, uns immer wieder neu zu schöpfen, in neue Rollen zu schlüpfen, alte abzulegen und hierdurch lebendig zu bleiben. Darum, fürchten wir uns nicht vor den Rollen, die uns zugewiesen werden, sondern vor unserem inneren Hang, sie zu bewahren, um in ihnen zu verkrusten. Es wäre der Tod im Leben! Blicken wir hingegen in den Spiegel des Lebens, erkennen wir uns als der, der wir sind, indem wir uns sagen: Das bist du nicht! – Das bist du nur vorübergehend.

Also gehen wir weiter …

Coronales

Janus © Matthias Mala

Dieser Tage, da die Seuche rund um den Globus zieht und wir zueinander auf Distanz gehen und gleichzeitig Nähe suchen … Was soll man sagen, wo wir gerade alles wieder und wieder auskehren, was wir an guten wie schlechten Eigenschaften besitzen: Nachbarschaftsgeist, Raffgier, Nächstenliebe und Selbstsucht, dazu noch Dankbarkeit und Feindseligkeit. In der Not entblößen sich die Charaktere bis auf ihren ebenso hässlichen wie schönen Kern. Da erwacht Janus in uns wieder, der doppelgesichtige römische Gott. Allerdings war es Janus Eigenschaft, sowohl Anfang als auch das Ende oder die beiden Seiten einer Medaille zu sehen, anstatt die Menschen anzuhalten, auf ihren eigenen zwiespältigen Charakter zu blicken. Diese Übung bleibt auch heute überwiegend der Seelenheilkunde vorbehalten, die dabei aber auch meist versagt, indem sie das Böse als Folge frühkindlicher Störungen betrachtet und es somit als eingefleischte Unreife entschuldigt. So kommt es, dass heute wie damals die Figur des Massenmörders faszinierender ist, als diejenige seiner Opfer. Dabei wäre es so einfach, würde man ein Charakterschwein als Charakterschwein bezeichnen und nicht als Opfer des Klammerbeutels, mit dem es als Säugling gepudert wurde.

Einfach …? Ja, einfach! Einschichtig, ein Fach, eine Lade, in ihr liegt die sichtbare Tat, das Böse und nicht sein Gegenteil. Diese Münze besitzt keine zweite Seite. Sie ist einseitig, und diese Einseitigkeit ist bei der Betrachtung der Täter entscheidend, um ihren Opfern gerecht zu werden. Niemand käme auf die Idee einem Philanthropen beim Lob seiner Wohltaten im gleichen Atemzug seine Schändlichkeiten vorzuhalten. Bei Tätern neigen wir hingegen beinahe zwanghaft dazu, ihnen auch gute Züge nachzusagen, als ob wir so ihre Schlechtigkeit eingrenzen könnten. Damit aber missachten wir ihre Opfer, die nichts gutes durch sie erfuhren, und werden letztlich somit niemanden gerecht. Dabei sollten wir allein die Tat und ihre Folgen wiegen, nur so würden wir dem eigentlichen Ereignis gerecht. – Warum aber vermeiden wir das?

Weil letztlich all unsere Handlungen in unseren Absichten begründet sind. So geben sich manche betont weltoffen, um ihren eigene Kleinkariertheit zu kaschieren. Andere geben sich feindselig, um die gleiche Erbärmlichkeit vor sich zu vertuschen. Wobei uns die eigene Absicht häufig selbst verborgen bleibt, weil allein das vorgetragene Motiv uns ziert, während der tiefere Blick uns als selbstsüchtig, schwach und berechnend bloßstellen könnte. So zeigen wir Milde, gegenüber der bösen Tat, weil wir uns selbst korrumpieren. Schließlich sind wir Täter wie Opfer in einem. Wir sind die Janusköpfigen, die hinter ihrer honorigen Fassade die Bestie verbergen. So haben wir Deutsche zwar nach den Massenmorden, die wir allein begingen und nicht – wie eine gängige Floskel vorgaukelt – in unserem Namen begangen worden waren, die Verjährungsfrist für Mord nachträglich aufgehoben. Wenige Jahre darauf aber ermöglichte ein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes, dass die lebenslängliche Strafe hierfür faktisch auf 15 Jahre Gefängnis reduziert wurde. Damit entschuldeten sich die Kinder der Massenmörder gewissermaßen selbst.

Um unserer eigenen Schlechtigkeit willen, stifteten wir das Gute, um zu heilen, was das Böse in uns anrichtete. Doch in Wahrheit beförderten wir nur Bitternis und Scheinheiligkeit. So wurden Täter zu Gerechten und Opfer zu Vergessenen, denen man sich zu Stichtagen pflichtschuldigst erinnerte. 2002 fand sich die Bundesrepublik großzügig bereit, einstigen Zwangsarbeitern im Ghetto Rentenleistungen in Aussicht zu stellen. 2014 waren 90% der Anträge der Zwangsarbeiter abgelehnt worden, da zum einen Rentenanwartschaften nur durch freiwillige Arbeit entstehen konnten, und zum anderen Kinder unter 14 Jahren gar nicht arbeiten durften und somit ebenfalls keine Rentenansprüche erwerben konnten (Quelle).

In diesen Tagen, wo wirkliche Not und scheinbarer Anspruch miteinander wetteifern, werden überspannte Seelen auf Flitzebogen gesehnt, um böse Pfeile abzusenden … Es wird gelogen, weil Absichten getarnt, und manch einer kocht sein eigenes Süppchen wie immer, wenn eine Krise neue Chancen bietet, die man noch nicht überblickt. Dann kommt auch Janus wieder ins Spiel, denn man versucht, aus dem Schatten ins Licht zu linsen und seine künftigen Pfründe zu fundieren. Oder anders gesagt, man erfindet des Rad wieder neu, auf das man seine Widersacher spannt, um ihnen die Knochen zu brechen, und schaut dazu ganz unbedarft aus der Wäsche. Womit selbst im Umbruch der Krise alles beim alten bleibt. Und wir Deutschen haben darin nun wirklich gründliche Erfahrung.

Vor der Krise ist in der Krise. In der Krise ist nach der Krise, und nach der Krise ist vor der Krise. Wer zu spät Toilettenpapier bunkerte, musste sich seinen Hintern wie zu Napoleons Zeiten am Brunnen waschen. Offensichtlich bleiben wir im Kern dieselben, egal wie sich die Zeiten ändern. Darum sollten wir auch unsere Hoffnungen auf eine bessere Welt aufgeben. Jedenfalls dürfen wir uns glücklich schätzen, dass wir seit 1945 bis heute so glimpflich über die Runden kamen. Betrachten wir zudem den mythischen Januskopf genauer, erkennen wir, dass er von beiden Seiten gleich auszieht. Beide Seiten seiner Medaille gleichen sich. Die Zeiten ändern sich, so wie sie sich grundsätzlich wiederholen.

Was sich gewiss ändert ist, dass wir dieselben Fehler nicht wiederholen können, dafür aber die gleichen, und die Variationen des gleichen sind, blicken wir nur in die Geschichte, unendlich. Andernfalls würden solche Bilder wie das des doppelköpfigen Janus über die Zeit unverständlich. Es waren übrigens die Römer, die ihn schöpften. Bei den alten Griechen gab es noch keine Idee für ihn. Angesichts dieses mythologischen Fortschrittes in der Antike bin ich selbst närrisch genug, zu glauben, dass über die Zeit Vernunft und Mitempfinden in den Menschen zunehmen; obgleich die nackten Zahlen im großen und ganzen dagegen sprechen. Doch im kleinen Hier und Jetzt hat sich die Welt weit mehr zum guten verändert. Das schließt atavistische Ausbrüche nicht aus, wie wir sie jetzt und danach immer wieder erleben werden. – Bleiben wir gesund und werden wir vernünftig …

Lichtbringer

Ein weiterer Blogbeitrag zum Sinn des Lebens. Er bringt wenig neues, außer ein paar mäandernde Gedanken zur zeitlosen Frage: Gibt es Gott, und wenn nicht, was macht sonst noch Sinn? Wobei ich mich der Gottesfrage enthalte, da sei schon Doktor Google vor, er bietet auf sie binnen 0,46 Sekunden 234.000 Antworten, was so gut wie keine ist. Denn verspricht ein Problem so viele Lösungen, kann es keines sein. Oder anders gesagt, es bleibt sich schnurzegal, ob es einen Gott gibt oder nicht. Hingegen ist es nicht egal, ob es Priester, Mullahs, Popen oder Pfarrer gibt; denn sie sind die Ideologen, die die Gedanken und Herzen der Menschen mit ihrer Vorstellung von Gott und ihren Ihm zugedachten Gesetzen vergiften. Gleich kommunistischer Politkommissare trennen sie die Menschen in Recht- und Ungläubige. Die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen. Sie kungeln mit den Mächtigen und segnen deren Waffen, mit denen sie notfalls auch das eigene Volk über den Haufen kartätschen lassen. Die Schandtaten ihrer Gläubigen zu rechtfertigen und ihnen dabei noch ein gutes Gefühl zu vermitteln, ist somit der eigentliche Sinn von Gottheiten.

Allein deswegen macht die Frage nach einem realen Gott so viel Sinn wie die Frage nach dem ewigen Leben. Wir haben nur dieses Leben, und es ist nicht zu übersehen, dass es für jeden von uns endlich ist. Allerdings haben sich einige Gottessucher eine besondere Geschichte ausgedacht. Sie ist so besonders, dass die Kirche sie mit Stumpf und Stiel tilgen wollte, auf dass niemand mehr an sie denken möge; nur es war wie alles, was aus der Büchse der Pandora einmal in die Welt gesetzt wurde, nicht mehr rückholbar. Ich meine die Geschichte von Hephaistos, Vulkan oder Luzifer. Sie waren die Lichtbringer, die dem Menschen das Feuer brachten und somit die Zivilisation stifteten. Hephaistos und Vulkan waren, als das Christentum begann, schon sieche Götter. Luzifer hingegen entstand wie das Christentum für dieselbe Mär aus den Hirngespinsten weltabgewandter Gnostiker. Er war der Lichtbringer, der sich zu weit aus der himmlischen Sphäre lehnte, weil er meinte, sein Licht genüge ihm. So kam es, dass ihn die Dunkelheit einfangen konnte, wodurch es zu einem Weltbeben kam. Denn der Demiurg – der Geist der Dunkelheit – benützte das himmlische Licht, um ein Abbild der strahlenden Schöpfung zu schaffen. So entstand das Universum und mit ihm das Jammertal der Erde. Doch das Licht konnte er nicht tilgen. Es strahlt seitdem als Seelenfunken in jedem Menschen fort. Folglich wären wir Menschen weil luzide Funken alle Teufelsbrut.

Versöhnend ist allerdings, dass wir Kinder Luzifers unser Licht in den Himmel zurücktragen werden. So verspricht es uns jedenfalls das Christentum, das als einzige gnostische Sekte der Zeitenwende überlebte. Jetzt zu Ostern feiern wir wie zu Weihnachten auch ein Lichterfest, das die Überwindung des Demiurgen, der Dunkelheit, symbolisiert. Christus führt die Seelen ins Licht zurück. In dieser Pose wird er in den nordischen Kirchen abgebildet. Christus als Lichtbringer im Strahlenkranz seiner Mandorla. Doch das ist eine täuschende Symbolik; denn er bringt kein Licht, sondern entführt es. Er nimmt es mit. Entsprechend war das Christentum über 2000 Jahre eine Ideologie der Verdummung. Jedenfalls bis in die Renaissance hinein, war die Kirche so mächtig, dass sie das Volk für blöd verkaufen konnte. Und wie reagierte sie auf die dann beginnende Aufklärung? Mit Hexenverbrennung! Einem 150 Jahre anhaltenden Terror gegen die Bevölkerung, denn es brannten 60.000 Frauen wie Männer im Verhältnis 3:2.

Nein, Christus war kein Luzifer, kein Lichtbringer. Er war kein Menschenfreund, der uns Erkenntnis – Gnosis – brachte. Er war nur ein herrschsüchtiger Rebell, der sich nach seiner Scheinhinrichtung nach Kaschmir verzog[1], und somit ein Gott weniger, der auf Erden wandelte. Sein Eklektizismus bediente die Sehnsüchte aller, die durch die römische Herrschaft erniedrigt worden waren, indem er ihnen den Ausgleich ihrer Schmach im Jenseits, also im kühlen Grab versprach. Erkenntnis aber brachte er nicht. Jedenfalls ist von ihm keine naturwissenschaftliche Einsicht oder gesellschaftspolitische These überliefert, die es nicht schon vor ihm gab – außer vielleicht, dass er der Natur trotzte und über Wasser ging und von den Toten auferstand. Die womöglich dahinterliegenden Gesetze der Quantenmechanik behielt er jedenfalls für sich.

Erkenntnis und nicht Glaube oder Dogma ist aber die Eigenschaft, die der mythische Luzifer in die Welt trug. Sie war tatsächlich das Licht der Menschheit und könnte es auch heute sein, wäre der Mensch mitgegangen. Doch er tat es nicht. Die meisten Menschen blieben irgendeiner Ideologie verhaftet, egal wie der Ismus auch heißt, sie folgen dem Satan, dem Seth, dem Gott der Nacht, der Dunkelheit. Schließlich umnachtet jeder Ismus den Geist und die Erkenntnis. Folgerichtig sind auch jene, die sich Satanisten nennen, umnachtete. Ja, erst wenn wir auch den Mythos des Luzifers zerbrechen, haben wir eine Chance frei zu werden. Was bleibt ist lernen, und bereit sein, Gelerntes zu verwerfen, sobald es dank besserer Erkenntnis widerlegt wurde. Allerdings sollten wir auch hier wachsam bleiben, denn unsere Wissenschaften sind inzwischen von Ideologien durchseucht, unsere Hochschulen sind zu einem Hort totalitärer Volkserzieher geworden, wie sie Orwell vor über 70 Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg skizzierte. Und es gab seitdem trotz faktischer Erkenntnisse keine Luft, keine bessere Zeit, kein Licht von Erkenntnis. Wir stolperten gut gebildet von einer ideologischen Verblendung zur nächsten: McCarthyismus, Maoismus, Sozialismus, Ökologismus, Neoliberalismus, Islamismus, Feminismus, Genderismus usw. usf.

Jüngst las ich Texte von Jiddu Krishnamurti, die jemand aus dem Kreis seiner Nachlasspfleger ausgewählt hatte, um die Notwendigkeit der Verbreitung seiner Lehre für den Weltfrieden zu untermauern. Ich musste lachen, ob des Dünkels und der Hirnverdreherei, die da durch die Zeilen spukte. Und ich lachte zugleich darüber, mit welch bitterem Ernst ich einst selbst seine Gedanken wie eine Monstranz vor mir her trug. Dabei ist das Leben viel einfacher und umso viel schöner, solange man es schlicht lebt, solange man in seinem Fluss bleibt. Es trägt einen von der Quelle bis zur Mündung. Je weniger Ismen es für einen selbst stauen, umso wilder, tiefer, kräftiger und erquickender ist es in jedem Moment.

Ganz besonders bedeutsam ist, dass wir es von Anfang fließen lassen, also unsere Kinder nicht in unsere Fußstapfen zwingen, sondern ihnen stets die Wahl lassen, das Leben selbst original zu entdecken. Leider tun wir das nicht. Noch im Januar verschreckten wir sie mit der Klimakatastrophe, heute ist es eine Pandemie, morgen wird es die Wirtschaftskrise und übermorgen ein Krieg sein. Vor lauter Phantasmen und vor lauter Angst überantworten wir sie Wahrheitsministerien, die im Grunde wir selbst sind, weil wir sie nicht loslassen wollen, weil wir durch sie unser eigenes sinnentleertes Leben perpetuieren wollen. Ja, wir wollen es nicht dulden, dass andere ihre und nicht unsere Wahrheit leben. Wir brauchen die Mitträger unserer Meme[2], damit wir durch sie Beständigkeit und vermeintliche Fortdauer erhalten. Was letztlich nur verblasener Dünkel ist. Das Leben ist unbeständig, panta rhei, alles fließt. Das zuzulassen macht Sinn. Sich selbst der Sinnlosigkeit anheim zu geben, ist demnach höchster Lebenssinn. Denn nichts ist lebendiger als das Leben selbst. Baden wir in ihm, lassen wir uns forttragen; selbst wenn die äußeren Umstände bitter sind, ist der Lebensstrom die einzige unverfälschte Wahrheit. Ihm dürfen wir vertrauen. Zünden wir an seiner Wahrheit unsere Laterne an.

[1] Jesusgrab Srinagar https://de.wikipedia.org/wiki/Yuz_Asaf

[2] Meme sind soziokulturelle Bewusstseinsinhalte https://de.wikipedia.org/wiki/Mem

Korona

Eine Korona ist der feurige Kranz der Sonne, der Schein um Sonne oder Mond oder ein „Regenbogen“ bei klarem Himmel. Das Lichtkleid eines Menschen, seine Aura, wird ebenfalls so genannt. Der Strahlenkranz ums Haupt eines Guru oder Heiligen ist die Corona radiata. Ja, Korona ist der Glorienschein.

Derzeit plagt uns allerdings nicht das physische Scheinen der Gestirne noch das spirituelle Scheinen irgendwelcher Sonderlinge, sondern ein Coronavirus. Auch hier geht es viel um Scheinen, also um Annahmen und ein jeder ist Schmalspurexperte in Epidemiologie, Virologie und Pneumologie.

Andererseits ist alles Scheinen. Maya nennen es die Buddhisten und Hindis; wobei bezeichnenderweise die Mutter des Siddhartha Gautama ebenfalls Maya hieß. Sie empfing den Buddha durch ihn selbst, indem dieser in Gestalt eines weißen Elefanten sie an der rechten Seite berührte und in sie überging – sozusagen pränataler Inzest. Zehn Monate später gebar Maya Siddhartha im stehen ebenfalls aus ihrer rechten Seite. Der Junge konnte gleich nach seiner Geburt laufen und sprechen. Sieben Tage nach seiner Geburt starb seine Gebärerin.

Nun Coronaviren sind echt und nicht nur Schein. Die Welt ist ebenso echt und nicht nur Schein. Und wenn Sie an Corona erkranken, erkranken Sie nicht nur zum Schein. Ebenso sind all die Scheine, die die westlichen Regierungen jetzt über ihre zertrümmerte Ökonomie regnen lassen, nicht nur Schein, obwohl sie mehr Maya als Gold sind. Gleichwohl sollte man den Schein auch hier nicht verachten. Er scheint Schutz zu bieten.

Darum lange Rede kurzer Sinn, lassen Sie es für sich scheinen. Wie? Indem Sie sich eine spirituelle Maske basteln. Sie hilft ebenso wie echte Masken. Sie hilft zwar nicht gegen Ihre Infektion, doch dafür schützt sie ihre Mitmenschen davor, dass Sie sie infizieren. So schützt sich die Gemeinschaft insgesamt. Indem ein jeder andere schützt, schützet ein jeder sich selbst. Das ist ein wunderschönes Bild für Nächstenliebe. Wären die Kirchen nicht wegen verordneter sozialer Distanz geschlossen, wäre es ein erbauendes Gleichnis für die Prediger.

Also greife ich es ebenfalls auf und ermuntere uns alle, uns künftig weniger geistlich und geistig infizieren zu wollen. Binden wir uns eine Maske vor, damit wir unsere ideologischen Viren und Bazillen nicht ungebremst in die Welt schleudern; denn so wie wir in letzter Zeit hierzulande miteinander umgingen, vergifteten wir uns nur gegenseitig, indem wir wie Kammerjäger versuchten, die scheinbar giftigen Gedanken in der Gedankenwelt unserer Mitmenschen zu desinfizieren. Dabei banden sich all jene, die das versuchten, einen Glorienschein um. Denn sie wähnten sich im Besitz der Wahrheit. Das derlei Wähnen allerdings ein erster Baustein zu Dummheit ist, blendeten sie im Schein ihrer Selbstgerechtigkeit aus. Da aber die Dummheit die Schwester der Boshaftigkeit ist, wurden in der Tat die Gedanken und damit die Welt unserer Erscheinung, unser Maya, vergiftet.

Ich habe darum wenig Hoffnung, dass es nach der Coronakrise besser wird. Mithin rette ich mich in mein Scheinen: und das ist die Kunst. Das Bild oben ist beispielhaft für meinen neuen Ansatz, den ich aktuell im Wahnsinn dieser Welt für mich kreierte. Ich male Kreise aus der freien Hand. Möglichst perfekt und deswegen perfekt unperfekt und somit vollkommen menschlich. Alsdann, bleiben Sie gesund!

So sinnlos schön die Schöpfung

Sinnlosigkeit © Matthias Mala

Vor gut zwei Jahren kontemplierte ich hier bereits, über den Sinn der Sinnlosigkeit, allerdings kam ich damals zu einem anderen Schluss.

In einigen ebenso stillen wie hellen Momenten erkenne ich: Alles ist sinnlos. Die Welt ist sinnlos, und ihr Schöpfer sinnbefreit. Nichts macht Sinn!

Doch Stopp! Nichts macht Sinn, macht Sinn. Damit meine ich, insoweit alles sinnlos ist, ist allein die Sinnlosigkeit sinnig. Freilich hilft diese Einsicht nicht weiter, sondern verstärkt nur den Eindruck einer das gesamte Universum durchdringenden Sinnlosigkeit. Manch einer mag in den sinnig erscheinenden Zusammenhängen, die das Universum erhalten und beleben, einen Sinn erkennen, doch sinnig ist das nicht. Schließlich muss jedes Universum strukturiert sein, andernfalls würde es mit seiner Schöpfung zerfallen. Weiterlesen

Religiöse Versprechungen, eine wahre Geschichte kastrierten Mannesmutes

Willi © Matthias Mala

Vor langer, langer Zeit, im Jahre 1881 stand der Ochse Willi auf einer saftigen Wiese bei Berg am Würmsee. Auf der Weide daneben wurde gerade der Stier Schorschi am Nasenring geführt, um eine stierige Kuh zu bespringen. Willi hatte keine Ahnung, was da wirklich vor sich ging, doch an Schorschis rollenden Augen, seinem Schaum vorm Maul und seinem kehligen Muhen schloss er, dass Schorschi gerade etwas sehr beglückendes durchlebte. Also fragte er ihn später, was er tun müsse, um gleichfalls solche Freuden erfahren zu können.

Schorschi blickte Willi spöttisch an und wollte schon einen derben Witz reißen, doch dessen einfältiger Blick stimmte ihn mitleidig und er schaukelte erstmal seine Hoden, vor Willi, ehe er begann, dem Ochsen diesen Bären aufzubinden.

„Weißt du Willi, dir fehlen die Klöten der Glückseligkeit; deswegen kannst du mit deinem Pimmel nur pissen, und deswegen ist er auch nur für den Ochsenziemer gut, mit dem mir der Bauer Paroli bietet, sobald mir die Flinte juckt.“ Weiterlesen

Meine Prophezeiung für das 3. Jahrtausend

Ouroboros © Matthias Mala
Am Vortag zu diesem Jahrtausend dichtete ich einen Vers, in dem ich weit zurück und weit voraus schaute und seitdem bemerke ich jeden Tag erneut, wie prophetisch meine Aussage war:

hähähähähä

Und da sagt sich was
und da hört sich was
und da will was gerüchtet
und geunkt und berichtet
und ausgerichtet
und man hört und hört nichts
und es geht aus dem maul ohn unterlaß
brauner fluß und
gelber geisch und
grüner geifer

grulbsch wurrlsch bullsch
hai hoii doi
mort rumort
tort und port und
mord ohn ort
pford pford pforz
stank und stunk
brunzt ins ohrloch
schifft ins hirn und
verhakt und verkackt und
und und und wund wund wund

wer das liest ist
am ende
eines jahrtausends

Blasen, nichts als Blasen

Von Mtag – Eigenes Werk, CC0,

In der Ludwigskirche in München findet sich das zweitgrößte Altarfresko der Welt. Es wurde von Peter von Cornelius gemalt, der bei den Nazarenern, einer romantische Künstlergruppierung, maßgebend war. Das Fresko zeigt das Jüngste Gericht, oder auf die sozialen Internetmedien übertragen die Filterblase Jesus, samt seiner Trolle. Denn zu seiner Rechten fahren die Guten, vorwiegend Frauen und Kleriker in den Himmel, während zu seiner Linken die Sünder in die Hölle fallen. Dazu ein illustratives Aperçu, zur Linken des Herrn, fährt auch der Geheimrat Goethe (zweite Reihe von unten rechts) ob seiner Völlerei ins Fegefeuer. Allerdings ist sein Körper gut definiert, was wohl eher als eine zynisch paradoxe Anspielung auf seine tatsächliche Leibesfülle zu verstehen ist.

Jedenfalls ist in diesem Fresko alles enthalten, was der Heiland für seine funktionierende Welt brauchte: Jünger und Feinde. Feinde waren alle, die nicht seine Anhänger waren, also Römer und bibeltreue Juden, die sich von seinen kruden Ideen unbeeindruckt zeigten. Krude waren seine Ideen aus jüdischer Sicht allemal. Als Prophet hätte man ihn womöglich noch toleriert, aber als Gottessohn niemals. Das war Blasphemie. Weiterlesen

Ich werd‘ dann mal pfäffisch

Hinblick © Matthias Mala

Pfarrer beziehen sich in ihren Predigten gerne auf kleine Begebenheiten, die das Leben schrieb; etwa die Geschichte von der armen alten Frau – alte Frauen, sind immer arm, während alte Männer stets weiß und toxisch sind, so jedenfalls die feministischen Topen – egal, Pfarrer sind um Gleichnisse bemüht. Das haben sie von ihrem Heiland, der laut Neuem Testament ein Gleichnis ums andere erzählte, um hierdurch das Falsche vom Richtigen zu unterscheiden. Also versuche ich mich auch in dieser Disziplin und greife den Schwank von der Tempelreinigung auf.

Die Geschichte erzählt, wie Jesus mit einer Geißel durch die Vorhallen des Tempels stürmte, dabei auf die Opferhändler und Geldwechsler einschlug und ihre Stände umstieß, weil er der Ansicht war, dass sie durch ihr Gewerbe den Tempel entweihten. Deswegen auch die stehende Redensart, „jemanden zum Tempel hinausgeißeln“, um die Reinigung einer Organisation von ihr schädlichen Elementen zu umschreiben. Jesus war als gnostischer Jude ein Revolutionär, der die hergebrachte Ordnung für Teufelswerk hielt. Aus dieser moralischen Selbsterhöhung zog er das Recht, andere Menschen auszupeitschen und ihre Lebensgrundlage zu zerstören. Weiterlesen

Freigeist

Wolkenbrücke © Matthias Mala

Irgendwann wird es einem jeden, der kritisch in die Welt blickt, zuviel. Was er sieht, ist immer wieder das gleiche Elend. Seit Beginn der Menschheit herrschen Einfalt und Gier, gibt es Kriege und Not. Die Zeiten, in denen es für eine Generation Frieden gab, sind rar und wenn, gab es dafür meistens Gewalt und Unterdrückung im inneren des Landes. Wer also von der Dummheit in der Welt und um einen herum genug hat, nimmt sich irgendwann die Freiheit, frei zu sein. Häufig geschieht das wie eine Infektion, die sich gesellschaftlich ausbreitet. Plötzlich verändern immer mehr Leute ihren Lebensstil, rotten sich zusammen und proklamieren einen „alternativen“ Lebensstil. Das war schon in der Antike so und ist heutzutage nicht anders. Meistens haben diese Bewegungen einen religiösen oder zumindest heilsbringenden Charakter. Allerdings kann dieses Heil für viele tödlich enden. Mit Luther begann nicht nur die Reformation, sondern auch die Hexenverfolgung. Marx‘ Theorien führten zum kommunistischen Massenmord, und der euphorischen Hatz in den ersten Weltkrieg folgte der Faschismus in Europa. Weiterlesen

Verdorben

Kackender Gott © Matthias Mala

Rubinette ist eine Apfelsorte, die im Herbst und Winter wohlschmeckend ist. Mit Beginn des Frühjahrs überlagert der Apfel rasant und verdirbt von innen heraus. Äußerlich sieht er dann zwar noch köstlich aus, doch unter seiner Schale ist er faul.

Sieht man sich die katholische Kirche an, glänzt sie noch in aller Pracht, doch in sich ist sie verdorben. Allerdings ist dies kein abnormer Zustand, sondern die Normalität. Seit der konstantinischen Wende ist die katholische Kirche korrupt und zwar sowohl im Sinne von bestechlich als auch von moralisch verdorben. Denn mit der Anlehnung an die politische Macht wurden ihre Priester auch mächtig genug, ihren Sexualtrieb mit wem und wie sie wollten zu stillen. Die kirchliche Sexualmoral galt nur für das Volk, während die Geistlichkeit über jeglicher Sünde stand, egal wie sündhaft sie sich verhielt. Weiterlesen