Ein Haiga

Ich bin, was ich bin
Und noch mehr, was ich nicht bin
Wer mag ich nur sein?

Der Text zu diesem Haiga entstand im Zug auf meiner Fahrt zur Traumatherapie. Es umreißt den Zustand meiner Depersonalisation, von der ich Jahrzehnte glaubte, ihr liege ein spiritueller Prozess zugrunde. Doch mit der seit einem Jahrzehnt laufenden psychotherapeutischen Auseinandersetzung mit meiner kPTBS gelangte ich zu der Einsicht, dass meine vermeintliche Erleuchtung schlicht eine Depersonalisation ist. Das ist ein gewaltiger und deswegen erschreckender Schritt zu mir selbst. Ich werde sehen, wie nah ich meinem Selbstverständnis in der bald beginnenden vierten Phase meiner Traumatherapie komme.

Depersonalisation ist kein angenehmer Gemütszustand. Personen, die an dieser psychischen Beeinträchtigung leiden, haben ihr Selbstverständnis verloren. Sie leiden unter Selbstentfremdung. Ihr ich erscheint ihnen als diffus und fremd, auch ihre Mitwelt wirkt fremd auf sie. Obgleich Depersonalisation eine der ersten beschriebenen psychischen Erkrankungen ist, ist sie relativ unbekannt, weswegen sie auch häufig von Psychotherapeuten verkannt und nicht gezielt behandelt wird.

Mehr zum Thema Depersonalisation erfahren Sie hier.

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