Weiße Orchidee

weiße Orchidee © Matthias Mala

weiße Orchidee © Matthias Mala

Sanfter Wind streicht durch die Pappelreihe, die den Feldweg säumt. Ein munteres Rascheln liegt in der Luft, wir blicken auf. Silbrig grünes Laub flittert und flüstert, als wollte es uns ein Geheimnis mitteilen. Wir verlassen die halbe Allee und wandern über die offene Wiese. Milde Wärme der Abendsonne umfasst uns, unsere langen Schatten begleiten uns über die sattgrünen Matten. Goldenes Licht liegt über dem Land. Es ist ein gottvoll lauer Abend nach einem heißen Tag.

An ein paar Halmen in der Wiese haben sich Dutzende von Kohlweißlingen versammelt. Es scheint, als blühte inmitten der Wiese eine weiße Orchidee. Die Falter verharren nur kurz unbewegt, dann schlagen sie unhörbar mit ihren Flügeln, ohne vom Halm zu flattern. Ihre Bewegung gleicht dem Spiel der Pappelblätter; nur wechselt hier der Farbton zwischen Silber und Weiß. Wir verharren eine gute Weile und beobachten das Spiel. Weitere weiße Schmetterlinge kommen hinzu, doch keiner flattert davon. Schließlich spazieren wir auf das Dorf zu, die Schmetterlinge bleiben zurück als weiße Orchidee im Wiesengrund … Weiterlesen

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Papst Franziskus, der Islam und die Gewalt

Und hier noch ein zweiter Gedanke – diesmal von dem Theologen Josef Bordat -, zur Gleichsetzung von islamischer und christlicher Gewalt durch Papst Franziskus. Insbesondere die erwähnte Tatsache, dass 80 % aller religiös Verfolgten Christen sind, macht die leichtfertige Egalisierung der Gewalttaten durch den Papst ersichtlich problematisch. Im Grunde reiht er sich in die Reihe der „Pragmatiker“ ein, die in Politik und Gesellschaft die islamische Christenverfolgung nicht wahrhaben wollen, damit die alltäglichen Geschäfte unbelastet bleiben. Es ist bedrückend und schmerzlich, diese gefühllose Normalität beobachten zu müssen.

Jobo72's Weblog

Papst Franziskus hat während des Rückflugs aus Krakau eine Pressekonferenz gegeben, in deren Verlauf er sich auch zum Thema Terror und Gewalt äußerte und dabei zu folgender Einschätzung gelangte: „In jeder Religion gibt es eine kleine fundamentalistische Gruppe, wir haben auch eine. Und wenn dann der Fundamentalismus gewalttätig wird, dann ist es nicht mehr gerecht, Islam und Gewalt zu identifizieren.“

Damit holt der Heilige Vater die Debatte dort ab, wo sie sich derzeit befindet: Es geht ihr bei der Ursachenforschung im Zusammenhang mit terroristischer Gewalt um Religion bzw. religiösen Fundamentalismus im Allgemeinen, nicht um den Islam bzw. um Islamismus im Besonderen. Der Papst vergisst allerdings zu erwähnen, dass diese säkularistische Perspektive am Problem vorbeigeht – und damit dessen Lösung verhindert.

Keine Frage: Die Verbindung von Religion und Gewalt braucht eine ernsthafte Auseinandersetzung. Die Gleichsetzung von Christentum und Islam in dieser Frage verhindert jedoch gerade diese ernsthafte Auseinandersetzung. Denn: Weder hinsichtlich…

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Papst Franziskus und der Islam: Eine perfide Verharmlosung von Gewalt

Papst Franziskus und der Islam: Eine perfide Verharmlosung von Gewalt

Wenn zwei das gleiche tun, ist es noch lange nicht dasselbe! Aus diesem Grunde reblogge ich diesen Kommentar von David Berger zu Papst Franziskus, der in seinem jüngsten unglücklichen Vergleich zweierlei Mordtaten zu einer gleichwertigen Schandtat egalisierte.
Es ist freilich nicht nur der Papst, der in einfältiger Weise Ereignisse in falscher Weise vergleicht, um die Augen vor einem Gewaltexzess zu verschließen, der unser Miteinander bedroht; nein, der Papst ist nicht im Sinne meines letzten Beitrags gesprochen nur einer der vielen Normalen, die den alltäglichen Wahnsinn bis zur Normalität verinnerlicht haben; und so schafft er, was alle andern mit schaffen, die daran glauben, dass ein frommer Wunsch genüge, die Welt zu verändern.
In diesem Sinne, lasst uns irre sein: Wir schaffen das mit der Erleuchtung! Alsdann kann uns der komprimierte Wahnsinn der Normalen sowas von egal sein, dass wir darüber lachen können, worüber wir entweder weinen oder vor Wut ausrasten müssten …

philosophia perennis

(David Berger) Dass Papst Franziskus mit seiner Aufgabe intellektuell komplett überfordert ist, ist unter Katholiken kein Geheimnis. Dass er sich aber auch vermehrt zu gesellschaftspolitischen Fragen in einer Weise äußert, die alle Demokraten und überzeugte Vertreter einer offenen Gesellschaft zum Widerstand motivieren muss, ist ein besonders weitreichender Tiefpunkt dieses Pontifikates.

Besonders bedenklich ist sein Verhältnis zu Gewalt und Aggression: So forderte er auf einem seiner Lateinamerikabesuche die Prügelstrafe für Kinder doch insgesamt lockerer zu sehen. Ein „würdevolles Schlagen“ von Kindern sei völlig ok.

Dieses atavistische Verhältnis zur Gewalt gegenüber Schwächeren spielt auch in einer seiner jüngsten Äußerungen eine nicht zu unterschätzende Rolle.  Auf dem Rückflug vom Weltjugendtag in Polen, wo er bereits durch seine Einmischung in die polnische Politik unangenehm aufgefallen war, hat er sich nun für den gewalttätigen Islam stark gemacht, indem er diesen schön geredet hat.

Von den Journalisten gefragt, warum er – angesichts der Gräueltaten des Allahu-Akbar-Terrorismus…

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