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Archive for Oktober 2015

Bayerischer Buddha © Matthias Mala

Bayerischer Buddha © Matthias Mala

Als Siddhartha unter einem Feigenbaum meditierte, näherte sich ihm eine Gazelle und legte sich ihm zu Füßen. Siddhartha lächelte darüber milde, galt ihm doch das zutrauliche Verhalten des Tieres als Zeichen für seine innere Ruhe und die grenzenlose Weite seines Bewusstseins. Das zutrauliche Tier zog aber auch einen Schwarm von Mücken mit, die den Asketen umschwirrten und piesackten. Schließlich wurde es Siddhartha zu viel. Er sprang auf, mit ihm die Gazelle, lief zum nahen Fluss und stürzte sich hinein. Die Gazelle sprang davon, die Mücken folgten ihr. Vielfach gestochen von den Quälgeistern, doch von ihrer weiteren Verfolgung endlich erlöst, stieg Siddharta aus dem Wasser.

Befreiung

Als er so befreit ans Ufer watete, wurde er gewahr, dass er in einem noch viel weiteren Sinne befreit war. Die ihm gewährte Zuneigung der Gazelle, die erlittene Qual der Mückenstiche, sein Spurt zum Fluss, die schlagartige Erfrischung und die Erlösung von irdischer Plage hoben ihn in eine andere Sphäre. Er war nun ein anderer. Als er so vom nahen Fluss zurückkam, bemerkten seine Begleiter, die mit ihm meditiert hatten, seine plötzliche Wandlung und hielten ihn für erleuchtet. Doch Siddhartha entgegnete ihnen, es seien nur die Mücken gewesen. Hierauf lachten sie herzlich, denn sie wussten, es war die Erleuchtung, was den Meister verklärte. Siddhartha jedoch blieb hartnäckig dabei, es seien nur Mücken gewesen.
Dies verdrießte seine Jünger zunehmend. Einer nach dem anderen wandte sich von ihm ab, ging seiner Wege und berichtete von dem Geschehen. So kündeten sie von der Erleuchtung ihres Meisters und verbreiteten seine Reden. Seine letzte Erklärung aber, dass alle Erleuchtung nicht mehr als ein paar Mückenstiche zuviel sei, verschwiegen sie. Siddhartha kümmerte das nicht. Er war mit sich und der Welt eins und blieb dies bis zu seinem Lebensende.

Der Meister und sein Fliegenwedler

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Engel auf Blaubeertupfer © Matthias Mala

Engel auf Vlies aus einem Blaubeerkorb © Matthias Mala

Du, mein höchst Geliebtes, mein schönstes Licht. Du, mein All Ein Sein!

Ich danke Dir, dass Du mir Tag für Tag meinen Weg zeigst und mich auf diesem Pfad führst und begleitest. Ich danke Dir, dass Du mir in Liebe nahe bist und mich tröstend wiegst.

Ich danke Dir für Deinen Zuspruch und Deine Liebe.

Ich danke Dir, dass Du mich beschützt und zum Guten leitest.

Ich danke Dir, dass Du mir vergibst, wenn ich mit Dir hadere und an Deiner Liebe zweifle.

Du, mein All Ein Sein, ich bin ein schwacher Mensch, doch mit Dir wird mir kein Übel je zum Übel werden. Ich bleibe im Glück wie in der Not in Dir geborgen und von Dir behütet. Dafür danke ich Dir, mein All Ein.

Die Geborgenheit in Dir ist mir Segen und Glückseligkeit. Dieses Heil will ich mir bewahren, auf dass mir Deine Liebe niemals fehlt. Ich vertraue auf Deine Kraft und Güte und werde sie als Deinen Segen an meinen nächsten weiterreichen. Dafür danke ich Dir, mein All Ein.

Allein durch Dich und Deine Barmherzigkeit bin ich begnadet. Dafür danke ich Dir, mein All Ein.

Du, mein All Ein Sein, stärke meine Zuversicht, auf dass ich darauf vertraue, dereinst einzugehen in dein holdes Licht; so wie ich heute deinen Segen schauen darf. Dafür danke ich Dir, mein All Ein.

Amen.

 

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