Ostern als Paradoxon – Eine antipodische Betrachtung

Osterkücken

Osterkücken © Matthias Mala

Ostern feiern wir die Auferstehung Jesu Christi von den Toten. Wohl gewählt fällt dieses Fest auf den Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond. Der scheinbare Stillstand des Winters ist gebrochen, die Natur erwacht mit frischer Blüte. Der Kreislauf des Lebens beginnt, sich sichtbar fortzusetzen. Ostern ist demgemäß ein Sinnbild von Wiedergeburt und Überwindung des Todes. In diesem Verständnis wurde es von jeher gefeiert, auch lange bevor das Christentum entstand. Schließlich erfasste man von Anbeginn aller Religionen den Jahreskreis als ein göttliches Geschehen, das es zu deuten galt, um mit den himmlischen Mächten ins Zwiegespräch treten zu können. Dies war und ist rund um den Globus so. So feiern beispielsweise die Maoris ihr Neujahrsfest „Matariki“ wie wir auch mitten Winter, nur mit dem Unterschied, dass bei ihnen der Winter Einzug hält, wenn bei uns der Sommer beginnt. Weiterlesen

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Entsetzte Gedankenstille

Inn © Matthias Mala

Frühling am Inn © Matthias Mala

Am gegenüberliegenden Ufer hat der Biber Bäume angenagt. Einer fiel gestern um. Er liegt mit seiner Krone im Fluss. Palmkätzchen schmücken die kahlen Weiden, in den Gärten blühen Schneeglöckchen und Krokusse. Warmer Wind fällt von den Bergen, ihm entgegen bläst ein kühler Nordwind. Gegen Abend wird der kalte Wind obsiegen. Es wird wieder schneien, und der Schnee wird die frühe Blüte bedecken.

Doch jetzt wandern wir am Fluss entlang. Und mit uns wandern die Sorgen durch den Kopf. Weiterlesen